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Contergan und die Spätfolgen Bericht Welt am Sonntag 24.06.2012
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THEMA: Contergan und die Spätfolgen Bericht Welt am Sonntag 24.06.2012

Contergan und die Spätfolgen Bericht Welt am Sonntag 24.06.2012 24 Jun 2012 08:12 #19335

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Contergan und die Spätfolgen
Eine neue, noch unveröffentlichte Studie offenbart bisher nicht bekannte körperliche Schädigungen bei den Contergan-Opfern. Die Herstellerfirma wird nicht mehr zahlen müssen. Aber auf die Bundesregierung könnten weitere Kompensationszahlungen zukommen
Von Anette Dowideit

Die Gerüchte kursierten seit Langem bei den Contergan-Geschädigten: Von Operationen, bei denen die Patienten verblutet seien, war die Rede; von versehentlich durchtrennten Nervenbahnen; von Patienten, denen kein Blut abgenommen werden konnte oder bei denen der Pulsschlag nicht an der typischen Stelle zu ertasten war. Alles Hinweise darauf, dass die Blut- und Nervenbahnen von Contergan-Geschädigten anders verlaufen als die anderer Menschen. Für die Betroffenen würde das bei jedem chirurgischen Eingriff ein erhebliches Risiko darstellen.

Nun scheint sich dieser Verdacht zu erhärten. Die von den Auftraggebern unter Verschluss gehaltenen Zwischenergebnisse einer Studie der Universität Heidelberg legen nach Informationen der "Welt am Sonntag" nahe, dass die untypisch angelegten Gefäßsysteme eine weitere, bisher noch nicht medizinisch anerkannte Folge von Contergan sind. "Fest steht, dass diese Schädigung noch nicht bekannt war, als die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die finanzielle Kompensation der Betroffenen festgelegt wurden", sagt Christina Ding-Greiner vom Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg.

Nach Informationen der "Welt am Sonntag" könnte die Erkenntnis, dass die Betroffenen offenbar noch stärker eingeschränkt sind als bisher bekannt, dazu führen, dass ein neues Gesetz auf den Weg gebracht wird - und die Bundesregierung den Contergan-Opfern höhere Kompensationen als bislang zahlen muss. Das bestätigte das Familienministerium auf Anfrage. "Ob und wenn ja welche Teile der Studie Grundlage eines neuen Gesetzes werden, steht derzeit noch nicht fest", heißt es im Haus von Ministerin Kristina Schröder (CDU). Über mögliche zusätzliche Gelder des Bundes für die Geschädigten müsse der Bundestag entscheiden.

Ein neuer Gesetzentwurf könnte bereits am kommenden Mittwoch ins Rollen kommen. Dann nämlich werden erste Zwischenergebnisse den Bundestagsabgeordneten im Familienausschuss in einer nicht öffentlichen Sitzung vorgestellt. Es gilt im Parlament als wahrscheinlich, dass die Abgeordneten im Anschluss daran ein neues Änderungsgesetz zum bestehenden Gesetz über die Entschädigungszahlungen, das Conterganstiftungsgesetz, auf den Weg bringen werden.

Der Fall Contergan Anfang der 60er-Jahre war einer der größten Arzneimittelskandale in der Geschichte der Bundesrepublik. Das millionenfach verkaufte Beruhigungsmittel mit dem Wirkstoff Thalidomid war bis Ende der 50er-Jahre rezeptfrei erhältlich und wurde gezielt als Beruhigungsmittel für Schwangere vertrieben. Jahre später stellte sich heraus, dass es zu schweren Fehlbildungen bei den Föten kommen konnte. Weltweit wurden als Folge der Contergan-Einnahme nach Schätzungen von Betroffenenverbänden mindestens 5000 Babys mit Fehlbildungen geboren.

Das Pharmaunternehmen Grünenthal aus Stolberg bei Aachen, von dem das verhängnisvolle Mittel stammte, muss allerdings wohl keine zusätzlichen Schadenersatzansprüche befürchten. Für die lebenslange Versorgung der rund 2700 in Deutschland noch lebenden Contergan-Geschädigten ist allein die Bundesregierung verantwortlich. Hintergrund für diese Regelung ist eine Einigung aus den 70er-Jahren. Damals schlossen die Eltern der Kinder, die mit Missbildungen auf die Welt gekommen waren, nach einem zweijährigen Gerichtsprozess einen Kompromiss mit Grünenthal: Das Unternehmen verpflichtete sich, 100 Millionen Mark in die Stiftung Hilfswerk für behinderte Kinder, später umbenannt in Conterganstiftung, einzuzahlen. Im Gegenzug stimmten die Eltern zu, auf alle weiteren Klagen zu verzichten.

In die Stiftung zahlte zusätzlich die Bundesregierung ein, bis heute insgesamt umgerechnet 163,6 Millionen Euro. Seit die Stiftungsgelder vor rund 15 Jahren aufgebraucht waren, kommt der Bund für die Renten der Betroffenen auf. Unter Rechtsexperten gilt es als unwahrscheinlich, dass der Fall aufgrund der neuen Sachlage noch einmal aufgerollt wird. Mit freiwilligen zusätzlichen Zahlungen des Arzneimittelherstellers werden die Geschädigten ebenfalls wohl nicht rechnen können. Das Unternehmen weist auf Anfrage darauf hin, dass mit Grünenthal-Geld an der Entwicklung einer "Patientenkarte" gearbeitet werde, die künftig zum Beispiel bei Notfall-Operationen zum Einsatz kommen solle. Auch würden Schwerstbetroffene in akuter Not bereits freiwillig finanziell zusätzlich unterstützt.

Die ersten Ergebnisse der Heidelberger Studie, die erst Ende des Jahres ganz abgeschlossen sein wird, enthalten noch weitere Sprengkraft. Das soziologische Forschungsprojekt, das der Bundestag initiiert hat und für das knapp 900 Contergan-Geschädigte befragt wurden, ergab: Die meisten Betroffenen können mit den Entschädigungszahlungen, die sie von der Stiftung erhalten, bei Weitem nicht ihre täglichen Kosten für Pflege- und Assistenzkosten bewältigen. Mehr als 70 Prozent der Geschädigten müssen demnach Kosten für notwendige Therapien wie Krankengymnastik, die nicht von der Krankenkasse gezahlt werden, selbst aufbringen. Die Hälfte der Betroffenen muss zudem Umbaumaßnahmen in der Wohnung selbst leisten oder von Angehörigen finanzieren lassen, weil die gesetzlich festgelegten Kompensationszahlungen dafür nicht ausreichen.

Mehr noch: Mit steigendem Alter der Geschädigten dürften sich auch die Kosten für Pflege und medizinische Behandlung erhöhen, so die Autoren. Schon jetzt hat sich der Gesundheitszustand vieler Betroffener zum Beispiel durch Verschleißerscheinungen an Gelenken so stark verschlechtert, dass ein Drittel seiner Erwerbstätigkeit nicht mehr nachgehen könne. Die Autoren rechnen damit, dass die meisten nicht bis zum Erreichen des gesetzlichen Rentenalters werden arbeiten können. Das erhöht das Risiko, dass die Betroffenen unter die Armutsgrenze rutschen.

Pro Monat erhalten Contergan-Geschädigte in Deutschland seit 2009 maximal 1127 Euro. Hinzu kommt derzeit eine vorübergehende jährliche Sonderzahlung. Den Höchstbetrag von 1127 Euro erhalten jedoch nur die Betroffenen mit den schwersten Schädigungen. Darunter sind diejenigen, die ohne Arme und Beine und mit deformierten Händen und Füßen auf die Welt gekommen sind - die Geschädigten also, die in der öffentlichen Wahrnehmung typischerweise mit Contergan assoziiert werden. Es gibt jedoch auch weniger stark Betroffene, die beispielsweise ausschließlich unter Hörschäden leiden.

Wer wie viel Geld aus dem Topf des Bundes erhält, entscheidet eine zentrale Stelle in Köln: die vom Familienministerium beaufsichtigte Conterganstiftung für behinderte Menschen. Sie teilt das Geld nach einem umstrittenen Punkteverfahren zu, bei dem die Punkte von einer medizinischen Kommission vergeben werden. Punkte gibt es etwa für Hörschäden oder Fehlbildungen an Augen und inneren Organen. Nicht anrechnungsfähig sind dagegen bisher die untypisch verlaufenden Gefäße - obwohl der Stiftung offenbar seit Längerem bekannt ist, dass auch diese Schädigung von Contergan verursacht worden sein dürfte.

Das zumindest geht aus internen Unterlagen der Stiftung hervor, die der "Welt am Sonntag" vorliegen. So schreibt ein Mitglied der medizinischen Stftiungskommission in seiner Einschätzung des Hochstufungsantrags einer Betroffenen, die Gefäßveränderungen geltend machen wollte: "Die Problematik der Blutgefäßveränderungen bei Thalidomidgeschädigten wird zunehmend häufig in den Schadensanträgen thematisiert (...) und sollte - wie öfters angeregt - im Fachkreis diskutiert werden."

Angesichts der sich nun offenkundig bestätigenden zusätzlichen Fehlbildungen und der Tatsache, dass die Rentenzahlungen an die Betroffenen für die nötige Bewältigung des Alltags kaum ausreichen, gerät die Bundesregierung unter Druck von Rechtsexperten und Interessengruppen. Der renommierte Berliner Rechtsanwalt Jan Hegemann etwa, der schon mehrfach Contergan-Geschädigte in Rechtsstreitigkeiten gegenüber der Firma Grünenthal vertreten hat, sagt, eine Gesetzesnovelle, die den Betroffenen höhere Zahlungen bescheren würde, sei nun "nicht nur möglich, sondern sogar zwingend notwendig".

Auch die Conterganstiftung selbst und ihre Beschlüsse geraten immer wieder unter Beschuss - so auch im Fall der Heidelberger Studie. Bereits vor einem Monat hatten die Heidelberger Gerontologen der Stiftung ihre Zwischenergebnisse vorgestellt und sie mit eindringlichen Handlungsempfehlungen verbunden. Unter anderem werden die Stiftung und die dahinter stehenden Verantwortlichen in der Politik aufgefordert, die ausreichende Versorgung der Geschädigten mit Hilfsmitteln und pflegerischen Leistungen sicherzustellen.

Was das neu entdeckte Schadensbild angeht, forderten sie die Stiftung auf, eine klinische Studie in Auftrag zu geben, die Veränderungen an Gefäßen, Nerven und am Skelettsystem systematisch untersuchen soll - um die entscheidende Frage zu klären, ob es sich um vorgeburtliche, durch Contergan hervorgerufene Schädigungen handelt. "Unserer Einschätzung nach ist eine sachliche Information der Betroffenen angesichts der Risiken bei chirurgischen Eingriffen geboten", sagt Forscherin Ding-Greiner.

Jeder Tag zählt, um die Contergan-Geschädigten und ihre Ärzte vor möglichen Komplikationen bei Operationen zu warnen - dieser Ansicht sind zumindest die Betroffenenverbände. Die Conterganstiftung hält die Ergebnisse bislang trotzdem unter Verschluss. Die Mitglieder des Stiftungsrats, der den Vorstand kontrollieren soll und in dem unter anderem Vertreter der Geschädigten sitzen, wurden nach Informationen dieser Zeitung instruiert, Stillschweigen über die heiklen Forschungsergebnisse zu bewahren. "Ich verstehe die Zögerlichkeit der Stiftung angesichts der Risiken für die Betroffenen nicht", sagt Rechtsexperte Hegemann dazu.

Die Stiftung selbst teilt auf Anfrage mit, der Bundestag habe ihr ursprünglich den Auftrag erteilt, die Studie auszuschreiben - und daher seien seine Mitglieder auch als Erste informationsberechtigt. Sobald die Abgeordneten in der kommenden Woche unterrichtet seien, wolle man die kritischen Ergebnisse auch auf der Website der Stiftung veröffentlichen. Erst dann sind sie auch für die Betroffenen selbst einsehbar.

Quelle: www.welt.de/print/wams/wirtschaft/articl...die-Spaetfolgen.html
Liebe Grüße
Bernhard Quiel

Aw: Contergan und die Spätfolgen Bericht Welt am Sonntag 24.06.2012 24 Jun 2012 09:19 #19337

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Ich habe sehr interessiert diesen Artikel der Welt am Sonntag gelesen. Jetzt ist auch klar, warum das Ende der Forschungsstudie der Uni Heidelberg nicht abgewartet werden konnte. Jetzt kommt einiges ins Rollen ...

Vielen Dank Diego-Ps für das schnelle Einstellen dieses Artikels!
Grüsse Euch

Braunauge
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Aw: Contergan und die Spätfolgen Bericht Welt am Sonntag 24.06.2012 24 Jun 2012 09:42 #19338

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Schließe mich an
Und jetzt habe ich das Gefühl es tut sich wirklich was .
Nur ist die Frage geht es dann wieder nur um Hosenknöpfe oder richtig was ?

Und was sagt der Europäische Gerichtshof dazu da steht ja auch noch eine Entscheidung aus ?
Ich habe bei diesem Schreiben den Eindruck das die BRD sich damit rausredet das wegen diesem Gefäßbild das anders ist die Renten erhöhen wird und nicht weil der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ihnen es nahe gelegt hat .

Na ja ist doch auch völlig egal hauptsache eine Erhöhung kommt .
Wir müssen jetzt tätig sein verbreitet diese Informationen auf Facebook ,an Politiker damit JEDER bescheid weiß .
Lg

Brigitte
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Aw: Contergan und die Spätfolgen Bericht Welt am Sonntag 24.06.2012 24 Jun 2012 09:58 #19339

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Ja,es kommt jetzt einiges in Bewegung!
Aber warum,die Studie wurde bezahlt von unseren Geldern,um unserer Klage
entgegen zu wirken.Jetzt ist doch etwas anderes als gedacht ans Licht gekommen.
Das mit den Gefäßen ist seit mindestens 30 Jahren bekannt.
Nun wird schnell eine kleine Rentenerhöhung mit Gesetzesänderung geplant,
um vor der EU Aktivitäten zu unseren Gunsten vortäuschen!
Was wird dabei rauskommen?
Eine minimale Rentenerhöhung,und Sonderzuwendungen mit einen bürokratischen
Antrag Maraton!

Leider meine Hoffnungen auf Gerechtigkeit ist gering
L.G.
Werner
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Aw: Contergan und die Spätfolgen Bericht Welt am Sonntag 24.06.2012 24 Jun 2012 09:59 #19340

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Ich habe gleich auf der Seite der Welt am Sonntag (nebenbei auch Axel Springer Verlag wie die Bildzeitung) einen Kommentar hinterlassen. Muß aber noch vom Moderator freigeschaltet werden.
Grüsse Euch

Braunauge
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Aw: Contergan und die Spätfolgen Bericht Welt am Sonntag 24.06.2012 24 Jun 2012 10:04 #19341

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Eins ist doch klar: der erzeugte Druck von vielen Seiten (sehr stark vom contergannetzwerk mit der Klage vor Bundesverfassungsgericht und dem Europäischen Gerichtshof, aber auch Hungerstreik, Klagen vor Gerichten, Demonstrationen wie auch umstrittene mit "nackten Tatsachen", nicht zuletzt der Kinofilm "eine einzige Tablette") zeigt Wirkung.

Ich bin gespannt, wie es weiter geht...
Grüsse Euch

Braunauge
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Aw: Contergan und die Spätfolgen Bericht Welt am Sonntag 24.06.2012 24 Jun 2012 10:55 #19346

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Moin Braunauge (Jürgen ) wäre es möglich von deinem Text was hier rein zusetzen und mal sehen vielleicht werde ich denen auch noch einen passenden Text schreiben den setze ich dann auch hier rein .
Aber wenn ihr was Schreibt : Bitte immer höflich bleiben

Man trifft sich immer 2X im Leben
Lg

Brigitte
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Aw: Contergan und die Spätfolgen Bericht Welt am Sonntag 24.06.2012 24 Jun 2012 11:08 #19347

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Moin moin,
ganz meine Devise
bin übrigens nicht "Jürgen"
hier nochmal mein Kommentar: Vielen Dank für diesen Artikel. Endlich endlich endlich tut sich etwas für diese armen Opfer! Hoffentlich verhilft die Politik diesen Menschen jetzt zur umfassenden Hilfe und Unterstützung, die sie brauchen. Man bedenke, daß die Eltern der Conterganopfer die Pflege auch nicht mehr leisten können, weil sie zu alt sind oder nicht mehr leben.
Grüsse Euch

Braunauge
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Aw: Contergan und die Spätfolgen Bericht Welt am Sonntag 24.06.2012 24 Jun 2012 16:44 #19350

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Wie ich richtig informiert bin, das nicht die Eltern zu Gusten der Stiftungslösung auf weitere Ansprüche verzichtet
habe, sondern Herr Minister Jahn (SPD) per Gesetz die Stiftung ins Lebens gerufen hat und Grünenthal aus der
aus der Verantwortung entlassen hat.
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Aw: Contergan und die Spätfolgen Bericht Welt am Sonntag 24.06.2012 24 Jun 2012 17:00 #19352

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Beides stimmt. Unsere Eltern wurden heftigst bedrängt, auf eine Entschädigung zu verzichten und sich auf einen Vergleich einzulassen. Die meisten Eltern haben dann auch schriftlich auf ein Urteil verzichtet, weil man Ihnen gesagt hat, dann bekommt ihr eben gar nichts. Da aber nicht alle Eltern verzichtet haben, wurde die Stiftung ins Leben gerufen und den Eltern jegliche Möglichkeit genommen, weitere juristische Schritte gegen Grünenthal einzuleiten.
Grüsse Euch

Braunauge
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