A+ A A-
Willkommen, Gast
Benutzername Passwort: Angemeldet bleiben:
  • Seite:
  • 1

THEMA: Contergan-Opfer laut Studie unterversorgt

Contergan-Opfer laut Studie unterversorgt 28 Jan 2013 17:13 #25074

  • Diego-Ps
  • OFFLINE
  • Forummitglied
  • Beiträge: 204
  • Punkte: 190
Contergan-Opfer laut Studie unterversorgt

Von: dpa
Letzte Aktualisierung: 28. Januar 2013, 16:29 Uhr

ConterganSchmertzmittel.jpg


AACHEN/BERLIN. Contergan-Opfer haben eine schnelle Verbesserung ihrer medizinischen Versorgung und finanziellen Lage gefordert. „Uns läuft die Zeit davon”, sagte die Vorsitzende des Bundesverbands Contergangeschädigter, Margit Hudelmaier, am Montag in Berlin.

Eine neue Studie zur Situation von Contergan-Opfern der Universität Heidelberg zeige, dass es sich um begründete Ansprüche und keine subjektiven Begehrlichkeiten handele. Demnach sind die Opfer in vielen Bereichen unterversorgt. Der Opfer-Verband fordert ein neues Gesetz.

Auch die Conterganstiftung steht hinter den Empfehlungen der Studie: „Wir hoffen auf eine möglichst weitgehende Umsetzung”, sagte die Vorstandsvorsitzende Antje Blumenthal. An diesem Freitag beschäftigt sich der Familienausschuss des Bundestags mit der Studie.

„Die Betroffenen haben in den vergangenen Jahrzehnten beeindruckende ompensationsleistungen vollbracht. Wenn diese auch in Zukunft fortgesetzt werden sollen, bedarf es eines sehr viel differenzierteren, passgenauen Versorgungssystems”, sagte der Leiter des Heidelberger Instituts für Gerontologie und Hauptautor der Studie, Prof. Andreas Kruse, der dpa. Durch das Fehlen einzelner Gliedmaßen beanspruchten Betroffene andere Körperteile übermäßig. ei vielen seien massive Verschleißerscheinungen der Gelenke wie Arthrosen und starke Schmerzen die Folge. „Diese Zustände werden in Zukunft wahrscheinlich an Intensität gewinnen”, ergänzte Kruse.
Etwa jedes dritte der überwiegend 53-jährigen Opfer könne nicht mehr arbeiten. Mit zunehmenden Beschwerden bräuchten die Betroffenen aber immer teurere Hilfsmittel und Umbauten in den Wohnungen. Zu den Empfehlungen zählen daher neben mehr Geld auch neue Kompetenzzentren für eine bessere medizinische Versorgung, ein leichterer Zugang zu Assistenzen und Hilfsmitteln - unabhängig von familiären und finanziellen Verhältnissen. Angehörige um Hilfe zu bitten, werde zunehmend schwerer, ergänzte Hudelmaier. Die meisten Eltern der Opfer seien heute über 80 Jahre alt und die Kinder oft aus dem Haus. Zudem habe nicht jeder Betroffene einen Partner.
Für die auf Beschluss des Bundestags erstellte Studie wurden 870 Betroffene und damit ein Drittel der noch lebenden Conterganopfer in Deutschland befragt. Fast jeder Betroffene (84,2 Prozent) klagt demnach über Schmerzen als Folge ständiger Fehlhaltung. „Unsere Körper sind vorzeitig gealtert”, sagte Hudelmaier.
Bei dem größten Medikamenten-Skandal der deutschen Nachkriegsgeschichte hatte die Firma Grünenthal das Schlafmittel 1957 auf den Markt gebracht. In Deutschland kamen etwa 5000 Kinder mit schweren Missbildungen vor allem an Armen und Beinen zur Welt.
Quelle: www.aachener-zeitung.de/lokales/region/c...terversorgt-1.504146
Liebe Grüße
Bernhard Quiel
Folgende Benutzer bedankten sich: Brigitte1959, Femme
  • Seite:
  • 1
Moderatoren: Admin, werner
Ladezeit der Seite: 0.23 Sekunden

Wir in Sozialen Netzwerken

FacebookMySpaceTwitterDiggDeliciousStumbleuponGoogle BookmarksRedditNewsvineTechnoratiLinkedinMixxRSS Feed
@ Contergannetzwerk Deutschland e.V. - alle Rechte vorbehalten!

Login or Register

LOG IN

Register

User Registration
or Abbrechen