Contergannetzwerk Deutschland e.V. - Forum - Contergannetzwerk Deutschland e.V. http://www.contergannetzwerk.de/ Thu, 16 Aug 2018 17:51:44 +0200 Kunena 1.6 http://www.contergannetzwerk.de/components/com_kunena/template/default/images/icons/rss.png Contergannetzwerk Deutschland e.V. - Forum http://www.contergannetzwerk.de/ en-gb Thema: Niklas Lenhard-Schramms Dissertation zu Contergan... - von : WerBo http://www.contergannetzwerk.de/index.php/forum/323-Historisches-rund-um-Contergan/45329-Niklas-Lenhard-Schramms-Dissertation-zu-Contergan.html#45329 http://www.contergannetzwerk.de/index.php/forum/323-Historisches-rund-um-Contergan/45329-Niklas-Lenhard-Schramms-Dissertation-zu-Contergan.html#45329
www.land.nrw/de/pressemitteilung/ministe...orschungsbericht-zur

( ja, ist so richtig )
"
Für die historische Aufarbeitung wurden mehr als 3000 Aktenbände, Ordner und Mappen aus zwölf Archiven ausgewertet. Die 690 Seiten starke Studie sowie eine 48-seitige Kurzfassung sind im Internet zu finden unter:

www.mgepa.nrw.de/ministerium/presse/pres...ssung_2016_05_02.pdf (Langfassung)
und www.mgepa.nrw.de/ministerium/presse/pres...rgan-Kurzfassung.pdf (Kurzfassung)
"
Er hat sie auch als Buch herausgebracht, diesmal ist der Titel "weniger neutral". Eine Rezension findet man hier:
www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-26436]]>
Historisches rund um Contergan Sun, 12 Aug 2018 21:59:14 +0200
Thema: Monsanto soll Mann 290 Millionen Dollar zahlen - von : Stefan Hirsch http://www.contergannetzwerk.de/index.php/forum/263-öffentliche-Mitteilungen/45327-Monsanto-soll-Mann-290-Millionen-Dollar-zahlen.html#45327 http://www.contergannetzwerk.de/index.php/forum/263-öffentliche-Mitteilungen/45327-Monsanto-soll-Mann-290-Millionen-Dollar-zahlen.html#45327
Ein US-Gericht hat den Agrarkonzern Monsanto zur Zahlung von fast 290 Millionen Dollar (254 Millionen Euro) Schmerzensgeld verurteilt, weil seine glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmittel Krebs verursacht haben sollen. Die Mittel hätten "wesentlich" zur Krebserkrankung des Klägers beigetragen, befand ein Geschworenengericht am Freitag (Ortszeit) in San Francisco. Das Geld wurde dem ehemaligen Hausmeister Dewayne Johnson zugesprochen, der unheilbar an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist und die Herbizide von Monsanto dafür verantwortlich macht.

Die Geschworenen-Jury begründete das Urteil mit dem Versäumnis von Monsanto, den Kunden vor dem Krebsrisiko durch das Herbizid zu warnen. Sie stufte dies als "Heimtücke" ein. Der 46-jährige Kläger hatte die Herbizide als Hausmeister mehrerer Schulen über Jahre hinweg in großen Mengen angewendet.

Konzern will in Berufung gehen

Monsanto kündigte umgehend an, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Die Produkte hätten "eine 40-jährige Geschichte der sicheren Anwendung" und seien weiterhin ein "wichtiges, wirksames und sicheres Mittel" für die Nutzer, hieß es in einer Erklärung. Monsanto-Vizepräsident Scott Partridge sagte vor dem Gericht in San Francisco zu Journalisten: "Die Geschworenen haben eine falsche Entscheidung getroffen." Das Urteil ändere "nicht die wissenschaftlichen Befunde", die Glyphosat als harmlos beurteilten.

Im Zentrum des Verfahrens stand die Frage, ob die in den Unkrautvernichtungsmitteln Roundup und RangerPro enthaltene Chemikalie Glyphosat möglicherweise eine krebsauslösende Wirkung hat. Monsanto, das seit kurzem zum Bayer-Konzern gehört, bestreitet eine krebsauslösende Wirkung seines Produkts.







Krebsgefahr wissenschaftlich umstritten

Unter Experten ist hochumstritten, ob Glyphosat tatsächlich Krebs verursachen kann. Die US-Umweltbehörde EPA und auch die Aufsichtsbehörden in der EU und Deutschland gelangten zu dem Schluss, dass keine Krebsgefahr von dem Herbizid ausgeht. Dagegen hatte die zur Weltgesundheitsorganisation WHO gehörende Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) vor drei Jahren konstatiert, dass Glyphosat "wahrscheinlich krebserregend bei Menschen" sei.
Marke soll verschwinden: Bayer streicht den Namen Monsanto
Fragen und Antworten: Glyphosat ist hoch umstritten – und kaum verzichtbar

Dieser Befund hatte nun auch maßgeblichen Einfluss auf die Urteilsfindung in San Francisco. Klägeranwalt Brent Wisner sagte, das Urteil belege "die überwältigenden Beweise" für die Gesundheitsrisiken durch Glyphosat. Das Urteil sei nur "die Spitze des Eisbergs" – es würden nun noch viele derartige Urteile fallen.

400 weitere Klagen anhängig

In den USA machen tausende Krebskranke Monsanto für ihr Leiden verantwortlich. Ein Bundesrichter in San Francisco hatte im vergangenen Monat mehr als 400 weitere Klagen wegen der möglichen krebsauslösenden Wirkung des Unkrautvernichtungsmittels zugelassen. Für diese Verfahren könnte das Urteil vom Freitag Signalcharakter haben.

Kläger Johnson nahm das Urteil mit Tränen und Erleichterung auf. "Hier geht es nicht nur um mich", sagte er. "Diese Sache wird nun hoffentlich die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienst."

Der Umweltanwalt Robert F. Kennedy Jr., der zu Johnsons Team gehört, sagte: "Die Geschworenen haben der Chefetage von Monsanto eine Botschaft gesandt, dass die Geschäfte nun geändert werden müssen." Der Konzern habe lange versucht, die kritischen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu unterdrücken – "doch die Wissenschaft war viel überzeugender", sagte Kennedy.


Verwendete Quellen:]]>
öffentliche Mitteilungen Sat, 11 Aug 2018 13:36:07 +0200
Thema: Contergan: Ursache für Fehlbildungen gefunden - von : werner http://www.contergannetzwerk.de/index.php/forum/197-Contergan---eine-chemische-Betrachtung/45322-Contergan-Ursache-für-Fehlbildungen-gefunden.html#45322 http://www.contergannetzwerk.de/index.php/forum/197-Contergan---eine-chemische-Betrachtung/45322-Contergan-Ursache-für-Fehlbildungen-gefunden.html#45322 www.aerzteblatt.de/nachrichten/96889/Con...hlbildungen-gefunden

Medizin
Contergan: Ursache für Fehlbildungen gefunden
Freitag, 3. August 2018

Boston – Mehr als 6 Jahrzehnte, nachdem die Einnahme von Contergan als Mittel gegen die morgendliche Schwangerschaftsübelkeit zu schweren Fehlbildungen bei den Kindern geführt hat, berichten Forscher in eLife (2018; 7: e38430), worauf die Teratogenität des Wirkstoffs Thalidomid beruht.

In den Jahren 1958 bis 1962 wurden weltweit zwischen 5.000 bis 10.000 Kinder mit Fehlbildungen der Arme und Beine geboren, die noch heute mit dem größtem Arzneimittelskandal der Nachkriegszeit verbunden werden. Der Wirkstoff Thalidomid war in den vorklinischen Studien als besonders sicher eingestuft worden, sodass Contergan zeitweise sogar rezeptfrei in Apotheken erhältlich war.

Heute werden Thalidomid und strukturell verwandte Substanzen in der Krebstherapie unter größten Vorsichtsmaßnahmen eingesetzt, um eine versehentliche Einahme in der Schwangerschaft zu verhindern. Ein Team um Eric Fischer vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston hat jetzt in Laborexperimenten herausgefunden, dass Thalidomid in den Zellen auf breiter Ebene den Abbau von Transkriptionsfaktoren fördert. Transkrip­tionsfaktoren sind Steuergene, die in den Zellen die Aktivität mehrerer anderer Gene beeinflussen, was tiefgreifende Auswirkungen auf den Zellstoffwechsel hat.

Zu den durch Thalidomid zerstörten Transkriptionsfaktoren gehört SALL4 (für „Sal-like protein 4). Mutationen im SALL4-Gen sind die Ursache des Okihiro-Syndroms. Im englischsprachigen Raum wird es auch als „Duane-Radial Ray Syndrom“ bezeichnet. Die autosomal-dominante Störung geht mit weiteren Fehlbildungen vor allem der oberen Gliedmaßen einher.]]>
Contergan - eine chemische Betrachtung Sat, 04 Aug 2018 08:23:19 +0200
Thema: Plastik im Mineralwasser Ministerium hält Testergebnisse zurück - von : Stefan Hirsch http://www.contergannetzwerk.de/index.php/forum/263-öffentliche-Mitteilungen/45293-Plastik-im-Mineralwasser-Ministerium-hält-Testergebnisse-zurück.html#45293 http://www.contergannetzwerk.de/index.php/forum/263-öffentliche-Mitteilungen/45293-Plastik-im-Mineralwasser-Ministerium-hält-Testergebnisse-zurück.html#45293 Doch Hersteller- und Produktnamen werden nicht genannt. Foodwatch fordert jetzt gegenüber t-online.de die Herausgabe der Testergebnisse.Das Verbraucherministerium in Nordrhein-Westfalen hält laut Foodwatch Testergebnisse zurück. Es geht um Mikroplastikpartikel in Mineralwasser. Diese wurden Ende 2017 in einer Mineralwasser-Studie nachgewiesen, die eine dem Ministerium unterstellte Behörde veröffentlicht hatte. Das Problem: Es wurden weder Hersteller- noch Produktnamen genannt.

Auch auf Nachfrage der Verbraucherorganisation nennt das Ministerium keine Namen – unter anderem aufgrund eines laufenden Promotionsverfahrens, in dessen Rahmen die betroffenen Analysen durchgeführt wurden.Gefahr im Alltag: Mikroplastik-Alarm – diese Produkte sollten Sie nicht kaufen

E-Mail-Aktion: Veröffentlichung der Ergebnisse gefordert

"Das nordrhein-westfälische Verbraucherministerium stellt Wirtschaftsinteressen über Verbraucherinteressen, wenn es die Namen der Mineralwassermarken, die mit Mikroplastik belastet sind, geheim hält", kritisiert Sophie Unger von Foodwatch.
Die Verbraucherorganisation fordert das Ministerium dazu auf, die Testergebnisse vollständig zu veröffentlichen. Dafür startet Foodwatch auch eine E-Mail-Aktion unter www.aktion-mikroplastik.foodwatch.de.

"Wenn eine staatliche Behörde Tests durchführt, haben Verbraucherinnen und Verbraucher ein Recht darauf, die Ergebnisse zu erfahren. Die Menschen wollen wissen, welche Wässer Mikroplastik enthalten. Doch dazu müssen erst einmal alle Fakten auf den Tisch. Besonders bei einem Lebensmittel wie Mineralwasser, das viele jeden Tag in großen Mengen konsumieren", erklärt Unger.
Folgen nicht absehbar: Deutsche Flüsse mit Mikroplastik belastet
Spezielle Wasserarten im Überblick: Mineralwasser, Tafelwasser, Heilwasser – Was ist der Unterschied?

38 Produkte im Test

In der Studie wurden 38 Mineralwässer getestet, die in Plastik- und Glasflaschen abgefüllt waren. Das Ergebnis: Wasser aus Mehrweg-Plastikflaschen war besonders hoch mit Mikroplastik belastet. Aber auch das Wasser in einigen Glasflaschen wies viele der Partikel auf.

Durchgeführt wurde die Laboranalyse vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe (CVUA-MEL) in Kooperation mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Wie gefährlich ist Mikroplastik in Lebensmitteln?

Nicht nur in Mineralwasser, auch in anderen Lebensmitteln wurde bereits Mikroplastik nachgewiesen – zum Beispiel in Meersalz. Allerdings weiß niemand genau, was die Partikel in unserem Körper bewirken. Es wird jedoch vermutet, dass sie Entzündungen hervorrufen könnten.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erklärt, dass derzeit zu wenige Daten vorhanden seien, um die gesundheitlichen Auswirkungen von Mikroplastik bewerten zu können. Trotzdem gibt das BfR gegenüber Foodwatch im Hinblick auf die Studie Entwarnung: Nach dem derzeitigen Stand der Kenntnis werde "kein gesundheitliches Risiko für den Verbraucher angenommen".

Für Foodwatch ist diese Aussage widersprüchlich und geht nicht weit genug: "Einerseits kann die Behörde keine gesundheitliche Bewertung von Mikroplastik in Lebensmitteln vornehmen, da hierfür die Daten fehlen – andererseits nimmt sie an, dass durch die Funde im Mineralwasser kein Risiko bestehe. Ja, was denn nun? Das BfR muss endlich Tacheles reden. Wir brauchen eine richtige Risikobewertung und keine Mutmaßungen. Wenn die Daten fehlen, müssen sie erhoben werden", fordert Sophie Unger.www.aktion-mikroplastik.foodwatch.de.]]>
öffentliche Mitteilungen Thu, 26 Jul 2018 09:56:42 +0200
Thema: Gefahr durch Blutdrucksenker für Schwangere? - von : werner http://www.contergannetzwerk.de/index.php/forum/263-öffentliche-Mitteilungen/45291-Gefahr-durch-Blutdrucksenker-für-Schwangere.html#45291 http://www.contergannetzwerk.de/index.php/forum/263-öffentliche-Mitteilungen/45291-Gefahr-durch-Blutdrucksenker-für-Schwangere.html#45291 www.gmx.net/magazine/panorama/tod-babys-...abgebrochen-33085414
Nach dem Tod von elf Babys: Medizinstudie in den Niederlanden abgebrochen
Bei einer Medikamentenstudie in den Niederlanden sind mehrere Babys gestorben. Jetzt haben die Verantwortlichen die Studie abgebrochen. Zuvor war werdenden Müttern ein Mittel gegen Bluthochdruck verabreicht worden.

Nach dem Tod von elf Babys ist eine Medikamentenstudie in den Niederlanden abgebrochen worden. Das teilte das Academic Medical Centre (AMC) der Universität Amsterdam in einem Statement mit.

Im Rahmen der Studie hatten Mediziner schwangeren Frauen den Wirkstoff Sildenafil verabreicht. Auf dem Markt wird der Wirkstoff seit 1998 unter dem Namen Viagra als Mittel gegen Erektionsstörungen vertrieben. Sildenafil wirkt gefäßerweiternd und wird von Ärzten auch bei Bluthochdruck eingesetzt.
Bei der Studie wurde das Medikament schwangeren Frauen verabreicht. Die werdenden Mütter litten an einer Plazenta-Unterfunktion, die das Wachstum ihrer ungeborenen Kinder erheblich hemmte. Durch das Sildenafil wollten die Mediziner die Durchblutung der Plazenta steigern und so die Entwicklung der Babys beschleunigen.
Sauerstoffmangel als mögliche Todesursache

Die Studie war 2015 gestartet worden. Ursprünglich sollte sie bis 2020 laufen, insgesamt 250 Patientinnen sollten an ihr teilnehmen. Bis zum Abbruch der Studie nahmen 183 Frauen teil, davon wurden 93 mit dem gefäßerweiternden Mittel behandelt.

17 Frauen davon brachten Kinder mit Lungenproblemen auf die Welt. Elf Kinder starben kurze Zeit nach der Geburt. Die niederländischen Mediziner gehen davon aus, dass ihr Tod in Verbindung mit dem verabreichten Wirkstoff steht.
Demnach könnte die Todesursache das Resultat von erhöhtem Blutdruck in der Lunge sein. Durch diesen seien die Kinder möglicherweise mit zu wenig Sauerstoff versorgt worden.

Darüber hinaus starben noch acht weitere Babys aus der Gruppe. Bei diesen sei die Todesursache aber auf von der Studie unabhängige Faktoren zurückzuführen.

Die 90 Frauen der Kontrollgruppe hatten lediglich ein Placebo erhalten. Nur drei davon brachten Kinder mit Lungenproblemen zur Welt.

Allerdings kam es auch in der Vergleichsgruppe zu neun Todesfällen. Die Maßnahmen der Studie wurden hier aber als Ursache ausgeschlossen. (thp)]]>
öffentliche Mitteilungen Wed, 25 Jul 2018 15:26:11 +0200
Thema: Gefahr durch Blutdrucksenker - von : Stefan Hirsch http://www.contergannetzwerk.de/index.php/forum/263-öffentliche-Mitteilungen/45290-Gefahr-durch-Blutdrucksenker.html#45290 http://www.contergannetzwerk.de/index.php/forum/263-öffentliche-Mitteilungen/45290-Gefahr-durch-Blutdrucksenker.html#45290 Bis zu 900.000 Patienten könnten allein im Jahr 2017 Blutdruckmittel eingenommen haben, die mit einer potenziell krebserregenden Substanz verunreinigt waren.Bei den betroffenen Blutdrucksenkern handele es sich um Medikamente mit dem Wirkstoff Valsartan. Anfang Juli hatten Aufsichtsbehörden in Europa einen Vertriebsstopp und vorsorglichen Rückruf für viele dieser Präparate angeordnet.

2017 seien zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung etwa neun Millionen Packungen Valsartan-haltiger Arzneimittel verordnet worden, teilte die Parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, Sabine Weiss, auf eine Anfrage der Grünen mit, über die der "Tagesspiegel" berichtete. "Da rund 40 Prozent der Chargen von dem Rückruf betroffen sind, könnten auf Grundlage der oben genannten Verordnungszahlen zirka 900.000 Patientinnen und Patienten betroffen sein."

Allerdings bestehe nach Einschätzung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) "kein akutes Gesundheitsrisiko". Die Grünen im Bundestag kritisierten indes den Umgang der Behörden mit dem Thema: Die Aussage der EMA beruhige wenig, sagte die Pharmaexpertin der Fraktion, Kordula Schulz-Asche, der Zeitung. Schließlich seien die Medikamente bereits seit sechs Jahren verunreinigt, und die Risiken einer langfristigen Einnahme könnten bislang nicht abgeschätzt werden.

Experten fordern Qualitätskontrollen

Der Bremer Pharmakologe Gerd Glaeske forderte "ein intensiveres Netz von Kontrollen". Um Qualitätsmängeln vorzubeugen, müsse der Gesetzgeber von den Generika-Vertreibern verlässliche Produktprüfungen verlangen. Krankenkassen könnten bei ihren Ausschreibungen jederzeit Kontrollnachweise und Zertifikate für Nachahmerprodukte zur Bedingung machen.
Nach dem Valsartan-Rückruf hatten die Behörden Mitte Juli eine Umstellung auf unbedenkliche Arzneimittel empfohlen. Betroffene sollten mit ihrem Arzt oder Apotheker Rücksprache halten, welche Mittel von dem Rückruf betroffen sind, so das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn. Gegebenenfalls könnten sie dann auf ein anderes Valsartan-haltiges Medikament umgestellt werden. Auf keinen Fall aber sollten die Arzneimittel einfach so ohne Rücksprache mit dem Arzt abgesetzt werden.]]>
öffentliche Mitteilungen Sun, 22 Jul 2018 15:23:44 +0200