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THEMA: Niedersachsen: Wolf kritisiert Hilfsmittel-Vertrag

Niedersachsen: Wolf kritisiert Hilfsmittel-Vertrag 24 Aug 2012 09:39 #21070

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Der Landesapothekerverband Niedersachsen (LAV) sieht den Hilfsmittelliefervertrag zwischen dem BKK Landesverband Niedersachsen und dem Bundesverband Deutscher Apotheker (BVDA) nach wie vor kritisch. Seit 2007 können Krankenkassen mit einzelnen Anbietern wie Sanitätshäusern und Apotheken Lieferverträge für Hilfsmittel vereinbaren. Nur bei diesen Anbietern erhalten Versicherte Inkontinenz-Vorlagen und andere Hilfsmittel dann zum vereinbarten Preis. 2010 war der Hilfsmittelliefervertrag zwischen dem LAV und dem BKK-Landesverband ausgelaufen. Seitdem verhandeln beide Partner über einen neuen Vertrag. Der LAV lehnte bislang alle Angebote mit dem Argument ab, sie enthielten ungünstige Konditionen für Apotheker. Lediglich mit einer Betriebskrankenkasse, der BKK Mobil Oil, kam ein Vertrag zustande. Versicherte dieser Kasse können in Niedersachsen seitdem Hilfsmittel günstig in der Apotheke erwerben.

Im November 2011 schloss der BKK-Landesverband einen Liefervertrag mit der Organisation Bundesverband Deutscher Apotheker (BVDA) ab. Der LAV wollte diesem Vertrag jedoch aufgrund unwirtschaftlicher Konditionen für Apotheker nicht beitreten. Nun wurde der Vertrag zwischen BKK und BVDA nachgebessert. Heinz-Günter Wolf, Vorsitzender des LAV Niedersachsen, kritisierte dennoch, dass nach wie vor einige wichtige Punkte unberücksichtigt blieben. So gäbe es weiterhin keine Regelung zu Null-Retaxationen. Auch sei die vereinbarte Vergütung für Apotheker sehr gering und decke kaum die Kosten. Schließlich hätte sich die BKK das Recht vorbehalten, jederzeit zu einem anderen Dienstleister zu wechseln. Apotheker könnten sich so nie sicher sein, ob sie ihren Kunden die Hilfsmittel langfristig liefern könnten. «In diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten können wir unseren Mitgliedern einen Beitritt zu einem solch insuffizienten Vertrag nicht zumuten», sagte Wolf. «Schließlich ist es unsere Aufgabe, unsere Mitgliedsapotheken wirtschaftlich zu unterstützen.» (ah)

Quelle: www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=43115

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Aw: Niedersachsen: Wolf kritisiert Hilfsmittel-Vertrag 24 Aug 2012 09:41 #21071

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Niedersachsen: Hilfsmittel-Vertrag mit BKK Mobil-Oil

Der Apothekerverband Niedersachsen hat sich mit der Betriebskrankenkasse (BKK) Mobil Oil auf einen Vertrag zur Lieferung von Hilfsmitteln geeinigt. Dies gab der Verband in einer Pressemitteilung bekannt. Es sei gelungen, «mit dieser Vereinbarung eine solide Grundlage für eine zuverlässige, wohnortnahe und qualitativ hochwertige Versorgung» der Versicherten zu schaffen. Auch sei vereinbart worden, Null-Retaxationen auf wenige Fälle zu beschränken. Der Vertrag tritt zum 1. August 2012 in Kraft, bis dahin gilt eine Übergangsvereinbarung.

Seit 2007 können Krankenkassen für Hilfsmittel, wie orthopädische Anfertigungen oder Verbandmittel, Lieferverträge mit selbst gewählten Dienstleistern schließen. Die Versicherten sind dann an diese Anbieter gebunden. Neben Herstellern können auch Apotheken solche Verträge aushandeln und Hilfsmittel zu den Konditionen der jeweiligen Kasse liefern.

BKK-Mobil-Oil-Versicherte in Niedersachsen können ihre Hilfsmittel nun in der wohnortnahen Apotheke erwerben. Für Versicherte anderer Kassen gilt dies nicht immer. Häufig müssten Apotheker für Hilfsmittel eine Zuzahlung von ihren Kunden verlangen, wenn deren Versicherung mit einem anderen Dienstleister einen sehr niedrigen Preis verhandelt hätte, erklärt Jürgen Zörner, Apotheker im niedersächsischen Munster. Dies sei eine «bedenkliche, eigentlich unerträgliche Entwicklung für alle, Versicherte und Apotheken». Sie führe zu schlechterer Versorgung und einer Kostenüberwälzung auf den Patienten. Einigen Krankenkassen sei ein niedriger Preis wichtiger als eine «schnelle, qualitativ hochwertige und vertrauensvolle Versorgung des Patienten.» (ah)

Quelle: www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=42531&type=0

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